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Geschichte des Hauses

Engelbert von Langen-Kreyenborg, Richter in Haselünne, erwarb durch Kauf am 12. April 1580 die zwei Häuser des Jürgen Sander am Steintor. Er löste die städtischen Lasten, die auf den Gebäuden ruhten ab und ließ auf den erworbenen Grundstücken ein ´adelig freies´ Haus errichten.
Seine Nachkommen veräußerten bereits 1631 das Anwesen an den Bürger Franz Nelling als allodialfreies Gut.

Im Jahre 1657 war der münsterische Obristleutnant Claudius de la Rosche neuer Eigentümer. Schon zu Lebzeiten hatte das kinderlose Ehepaar ihre Nichte Regina Helena und deren Gemahl, den Kapitän Anton Franz von Niemeyer, als Erben eingesetzt.
Ihr Sohn, der Obristleutnant von Niemeyer, veräußerte 1716 seinen ererbten adligen Hof an Dr. jur. Peter Marcell Riccius.
Sein Sohn, der Richter Gerhard Anton Riccius, verkaufte das Anwesen 1788 an den Kaufmann und Weinhändler Adrian Wilhelm Buchholz aus Amsterdam für 1600 Taler.

Bereits am 9. August 1797 erwarb der Kaufmann Alexander Többen aus Herzlake die Besitzung für 3400 Taler.

1798 vernichtete ein Großbrand etwa 80 Häuser in Haselünne. Auch der Rittersitz wurde ein Raub der Flammen. Der Eigentümer ließ sich durch den Architekten August Reinking ein neues Haus bauen, ein eingeschossiges breitgelagertes Ackerbürgerhaus im klassizistischen Stil mit zwei seitlichen Dielentoren, einem zentralen Haupteingang und einem Mansardendach. Der zweigeschossige Mittelrisalit gibt dem ganz symmetrisch angelegten Haus seinen vornehmen Akzent.
Niederländische Baugewohnheit ist in der Benutzung von roten Ziegelsteinen und hellen Sandsteinen erkennbar.

1888 erwarb der Gastwirt Salfeld zu Haselünne das Gebäude. Nach dessen Tod heiratete seine Witwe den Kaufmann Anton Wiedehage. Seine aus zweiter Ehe stammende Tochter Margret erbte das Haus und vermählte sich mit dem Kaufmann Werner Goldschmidt.

Von ihm erwarb die Kaufmannsfamilie I. B. Berentzen im Jahre 1969 den ehemaligen Adelshof.

Als Inhaber führt der Gastronom und Küchenmeister Franz-Josef Sanders seit dem 1. April 1988 das Restaurant „Jagdhaus Wiedehage“.

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